Funchal – zwischen Meer und Bausünden

Funchal allgemein und Flughafentransfer

Unsere einwöchige Reise nach Madeira brachte uns in erster Linie nach Funchal. Die Hoteldichte in der 112.000 Einwohner fassenden Stadt ist nicht zu verachten und zentraler Anlaufpunkt und Ausgangspunkt zur Inselerkundung für Touristen.

Vom Flughafen aus bieten sich vor allem zwei zentrale Möglichkeiten in die Stadt selbst zu kommen (wenn man keine Pauschalreise gebucht hat). Das Taxi und der Aerobus. Wir entschieden uns aus Preisgründen für den Aerobus. Es handelt sich hierbei um einen Kleinbus, die einfache Strecke gibt’s für 5 Euro, mit Rückfahrt 8 Euro. Der Bus hält an sämtlichen zentralen Stellen in Funchal, sodass die meisten Hotels nur wenige Gehminuten von der Haltestelle entfernt liegen. Der Busfahrer hätte uns beinahe ein Ticket für eine einfach Fahrt verkauft, die Englischkenntnisse waren auch mehr als bruchstückhaft (five-teen = 15 = unsere Haltestelle). Die Fahrt dauert, ja nach Anzahl der Passagiere und angefahrenen Haltestellen und Lage des Hotels zwischen 20 und 50 Minuten.

Funchal selbst bietet vielfältige Möglichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt. Wir haben einiges gesehen, anderes ausgelassen. Darüber aber später noch mehr. Das Stadtbild von Funchal ist geprägt durch seinen Bau an verschiedenen Hängen. Entsprechend bergauf und bergab führen die Wege hier. Gutes Schuhwerk empfiehlt sich auf alle Fälle. Die Stadt ist sauber, geprägt von vielen kleinen Gassen, der Marina und vielen kleinen grünen Oasen. Auffällig sind leider aber auch die vielen Hotelkomplexe, häufig Bausünden der 70er bis 90er Jahre auf Basis von viel Beton. Insgesamt ist die Stadt sehr voll gebaut.

Things to do in Funchal:

  • Korbschlitten fahren
  • Einen Spaziergang durch die Altstadt und die Rua de Santa Maria mit ihren bunten Türen machen
  • Den Mercado do Lavradores besuchen
  • Ein Foto mit CR7 (am Hafen) und Sissi (beim Casino) machen
  • Die Kreuzfahrtschiffe im Hafen bestaunen

Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die botanischen Gärten oder auch diverse Museen, wozu wir aber nichts sagen können.

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Eine von vielen künstlerisch gestalteten Türen in der Rua de Santa Maria

Tipps und Hinweise

Monte

Zum Monte (Kirche, botanische Gärten und Korbschlitten) kommt man entweder mit dem Taxi oder dem Auto oder der Seilbahn (Teleferico). Letztere kostet für die einfache Fahrt 10 Euro (15, wenn man ohne Korbschlitten wieder nach unten möchte). Außerdem gibt es verschieden Kombitickets mit Eintritten in die botanischen Gärten. Die Korbschlittenfahrt dauert ca. 10 Minuten und kostet für zwei Mitfahrer 30 Euro. Vor allem an Tagen mit vielen Kreuzfahrern muss man sich sowohl an der Seilbahn als auch bei den Korbschlitten auf längere Wartezeiten gefasst machen. Die Abfahrt lohnt sich auf jeden Fall. Danach kann man zu Fuß in die Stadt zurücklaufen und muss sich von keinem Taxifahrer eine Fahrt aufschwatzen lassen. Der Weg geht allerdings dauerhaft bergab und zieht sich sicher ca. 45 Minuten hin. Sonntags fahren Übrigens keine Korbschlitten.

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Die Korbschlittenfahrer von Funchal bereiten sich vor
Mercado do Lavradores

Der berühmte Markt in Funchal ist kleiner als gedacht und bietet alles was ein Wochenmarkt zu bieten hat. Vor allem in der oberen Etage wollen einem die Händler Früchte zum Probieren anbieten oder sprechen einen von der Seite („Where do you come from“). Einfach ignorieren und weitergehen. Sehenswert ist der Markt auf alle Fälle.

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Auf dem Mercado do Lavradores

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Im Großen und Ganzen versuchen sehr viele Lokalitäten in Funchal die Leute durch „Anquatscher“ hereinzulocken, was bei der großen Dichte an Restaurants, Cafes und Souevenirgeschäften auch nicht verwunderlich ist. Dass man diesem Trend aber auch entgehen kann, lässt sich in einem extra Artikel zum Thema Essen in Funchal nachlesen.

Last  but not least

Zeit zum Einplanen zur Besichtigung von Funchal: 2 bis 3 Tage wenn man es gemütlich angehen lässt und viel zu Fuß machen möchte. Wer keine Lust auf viele Fußwege hat, sollte sich mal das Angebot der Hop On Hop Off Anbieter anschauen. Und wer gerne im Meer schwimmt, sollte sich ein Hotel mit direktem Meerzugang suchen. Einen öffentlichen Strand gibt es nicht, als Alternative bietet sich das öffentliche Lido-Schwimmbad mit Meerzugang an.

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