Central Park – Zu Fuß oder mit dem Fahrrad?

Der 1873 fertiggestellte Central Park prägt mit seinen knapp 350 Hektar das Stadtbild und ist Anlaufstelle für jung und alt, für Sportler und Spaziergänger sowie natürlich für Touristen. Ein Besuch des Central Parks gehört zu den Must-Do’s in New York. Doch bei dieser Größe stellt sich unweigerlich die Frage, auf welchem Weg lässt sich der Park am besten erkunden?

Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit der Kutsche oder mit der Rikscha. Da ich kein Fan von Pferden und Kutschen bin und Fahrten mit der Rikscha unfassbar teuer sind (ca. 5 Dollar pro Minute) beschränkt sich dieser Vergleich nur auf Fahrrad fahren und Laufen.

Den Central Park mit dem Fahrrad erkunden

Wer sich ein Fahrrad leihen will, sollte keine Probleme haben einen Drahtesel zu finden. In der 58. Straße zwischen 5th und 6th Avenue finden sich einige Fahradverleihe, Promoter weißen direkt auch den Weg dorthin. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Preise im Sommer und Winter sehr stark variieren, was vermutlich auch daran liegt, dass im Winter die Fahrt durch den Park sich eher als frisch gestalten dürfte und die Preise somit spottbillig sind. Im Sommer kostet die Miete für einen ganzen Tag rund 40 $.  Online werden zum Teil günstigere Preise angeboten. Wer einen New York Explorer Pass hat, kann sich mit diesem auch ein Fahrrad mieten. Eine Onlineanmeldung ist vonnöten. Mit dem New York Pass bekommt man auch Rabatt, sodass man sich im Vorfeld überlegen sollte, was für eine der Möglichkeiten am geeignesten ist.

Blick auf die Upper West Side. Im Vordergrund das Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir – zu Fuß einer weiter Weg bis hierhin

Mit Fahrrad und Helm gewappnet – einige Bike Rentals bieten auch einen Fahrradkorb dazu – geht es dann los in Richtung Central Park. Wer sich nun gedacht hat, die vom Sightseeing geschundenen Füße zu schonen und sich einen schönen Tag auf dem Rad zu machen, wird nun allerdings enttäuscht werden. Fahrradfahrer dürfen nur den ausgezeichneten Weg benutzen, den man sich mit Joggern, Rikscha Fahrern, Kutschen und zum Teil Autos teilt. Der Weg führt einmal in einer Art Schlaufe durch den Park. Wer mehr sehen möchte, muss absteigen und das Fahrrad entweder (angekettet) stehen lassen oder schieben. Wer also z. B. zur Bow Bridge, zur Bethesda Fountain oder zum Belvedere Castle möchte, muss zwangsläufig zu Fuß gehen. Sportmuffel sollten zudem gewarnt sein, besonders im Norden des Parks geht der Weg auf und ab, was gemütliches dahin radeln nicht ganz so entspannt macht.

Fazit:

Mit dem Fahrrad lässt sich gut der ganze Park erkunden. Man sieht viel und bekommt einen sehr guten Eindruck, wie riesig die grüne Lunge Manhattens tatsächlich ist. Zudem ist es möglich in Bereiche vorzudringen, die zu Fuß nicht so leicht erreichbar sind. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, wird man allerdings auch sehr schnell merken, dass man das was den Central Park mit ausmacht – Künstler, Sänger, Tänzer und das pulsierende Leben – leichter erlebt, als wenn man nur mit dem Fahrrad unterwegs ist.

Übrigens: Ausweis nicht vergessen. Dieser wird als Kaution hinterlegt. Sehr beliebt ist auch der zusätzliche Verkauf einer Fahrradversicherung, z. B. falls etwas kaputt geht.

Den Central Park zu Fuß erkunden

Man muss es sagen, wie es ist, aber zu Fuß sind die Möglichkeiten natürlich etwas eingeschränkt was die Erkundung des Central Parks angeht. Das ist ganz einfach der Größe des Parks geschuldet. Allerdings sind die Top-Plätze gut zu erreichen. Zu Fuß zur Bethesda Fountain oder zur Bow Bridge ist kein Problem. Man ist nicht an bestimmte Wege gebunden und kann quer durch den Park schlendern, gemütlich das Treiben beobachten und die ein oder andere Pause einlegen und die Sonne genießen. Wenn man sich treiben lassen will, ist dies die besten Möglichkeit.

Fazit:

Zu Fuß hat man tolle Möglichkeiten die Top Spots des Parks zu erkunden und sich von der entspannten Stimmung mitreißen zu lassen.

Bow Bridge – Auch hier kommt man zu Fuß noch problemlos hin

Abschließend lässt sich sagen, dass eine Kombination aus Fahrrad und Fußwegen sicher die beste Möglichkeit ist sich im Central Park fortzubewegen. Dann sollte man sich auf jeden Fall einen ganzen Tag Zeit nehmen, damit auch genug Zeit bleibt um das Rad einfach mal stehen zu lassen und durch den Park zu laufen. Wer nicht ganz so viel Zeit mitbringt, dem würde ich empfehlen zu Fuß zu gehen. Der nördliche Teil des Central Parks hat nicht ganz so viel zu bieten und da man den Rundweg schaffen will, neigt man dazu die schönen Plätze zu übersehen, da der Park einfach riesig ist. Ist man zu Fuß unterwegs läuft man automatisch mit dem Strom und kommt von ganz allein zu den sehenswerten Plätzen.

Berühmte Eislauffläche (Wollman Rink) – Zu Fuß kein Problem. Befindet sich direkt zu Beginn des Parks

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